Wie ich meine Radtouren vorbereite

Fahrrad fahren – so bereite ich meine Radtouren vor

Aufzeichnen, vergleichen, verbessern

Da ich meine Fahrten aufzeichnen möchte um meine Fahrleistung jedes Jahr vergleichen zu können, nutze ich verschiedene Geräte und Apps. Zum einen habe ich mir ein Fahrradnavigationsgerät gekauft – was für ein langes Wort – weil mir das zu umständlich war, mein Handy jedes Mal ans Fahrrad zu klemmen. Die Navigation über das Smartphone fraß mir außerdem zu viel Akku. Ich werde hier keine Marken nennen, da mir zwar alles gut gefällt, ich aber keine Werbung machen möchte.

Navi, App und Routenplaner

Neben dem Navi nutze ich eine App als Routenplaner mit Tourenverzeichnis und eigenem sozialen Netzwerk für Outdoor-Aktivitäten. Dort plane ich meine Strecken und übertrage diese dann ans Navi. Wenn ich ohne vorgeplante Strecke losfahre, zeichnet mein Navi oder eine eigene App meines Pedelecs alle Fahrten auf, die ich später in die Routenplaner-App übertragen kann. So habe ich dort eine vollständige Übersicht aller meiner Fahrten und gefahrenen Kilometer – schön zum Vergleichen.

Wie ich eine Strecke plane

Ich mag es, eine Fahrt mit etwas Nützlichem zu verbinden – neben der Bewegung an der frischen Luft natürlich. Das können Besuche bei Familie oder Freunden sein, oder die Fahrt zu einem Laden, weil man ohnehin noch etwas besorgen muss. Der Klassiker ist hier die Fahrt zum Tierfachmarkt, um Futterinsekten und manchmal auch Zubehör für das Terrarium zu holen.

Kilometer, Wegpunkte und Puzzeln

Ich überlege, wie weit die Strecke ungefähr sein soll. Das hängt immer von Temperatur, Wetter und Startuhrzeit ab. Motiviert bin ich eigentlich immer. Dann schaue ich, wo ich länger nicht gefahren bin oder noch gar nie war. Diese Punkte füge ich als Wegpunkte in der Routenplaner-App hinzu und puzzle mir so Punkt für Punkt eine Strecke zusammen. Wenn die Kilometerzahl nicht passt, kommen weitere Wegpunkte dazu oder die Strecke wird kürzer umgeplant. Sobald alles stimmt, übertrage ich die Route ans Navi. Und schon kann es losgehen.

Start von Zuhause

Da ich keine Möglichkeit habe, mein sauschweres Pedelec mit dem Auto irgendwo hinzufahren, starte ich meistens von Zuhause. An eine Fahrt mit dem Zug mit dem Fahrrad habe ich wenig Interesse. Aber warum woanders starten, wenn man von Donaueschingen aus viele tolle Strecken direkt vor der Haustür hat? Man kommt von hier in jede mögliche Richtung. Viele Strecken sind relativ flach, andere gehen steil bergauf oder bergab. Mit Pedelec und guten Bremsen ist das allerdings kein Problem.

Was ich immer dabei habe

Fahrrad fahren ohne das richtige Equipment macht keinen Spaß – zumindest dann nicht, wenn unterwegs etwas schiefläuft. Deshalb habe ich immer dabei: ein kleines Reparaturset mit ein paar verschiedenen Innensechskantschlüsseln (umgangssprachlich auch Inbusschlüssel genannt), ein kleines Verbandstäschchen, ausreichend zu trinken und je nach Streckenlänge kleinere oder größere Snacks. Und natürlich Helm und Brille. Ach ja, Smartphone ist natürlich auch immer dabei. Schon allein als Kamera für eventuelle Motive für diese Website aber auch um im Notfall irgendwo anrufen zu können.

Helm – früher uncool, heute persönliche Pflichtausstattung

Als Teenie war man bei allen unten durch, wenn man einen Helm aufsetzte. Als Erwachsene fährt man lieber mit Helm, statt sein Hirn bei einem eventuellen Unfall auf der Straße zu verteilen. Aber der Helm muss auch gut sitzen – sonst hilft er auch nicht.

Brille – nicht nur wegen der Sonne

Wichtig für mich ist außerdem eine Brille. Nicht unbedingt wegen der Sonne, sondern wegen fliegender Insekten, die sich scheinbar magisch von meinen Augen angezogen fühlen. Wem schon mal bei voller Fahrt eine arme Hummel unter das Auge geknallt ist, kann das gut nachvollziehen. Und auch wenn Hummeln plüschig weich aussehen – beim Aufprall sind sie es definitiv nicht! Dazu kommt noch ein weiterer Grund für die Brille: ein klein wenig Fahrtwind und zack, ich heule wie ein Schlosshund.

Was ich vor jeder Fahrt prüfe

Vor dem Fahrrad fahren gibt es noch eine kurze Pflichtinspektion. Zuerst der Reifendruck – es gibt nichts Nervigeres und Anstrengenderes als zu wenig aufgepumpte Reifen. Dann teste ich die Bremsen. Wenn die nicht richtig funktionieren, kann das lebensgefährlich werden. Und noch ein kurzer Blick auf die Schnellverschlüsse an den Rädern, ob die fest sitzen. Dann ist alles bereit.

Stadtradeln – mein persönlicher Antrieb

Ich versuche jedes Jahr beim Stadtradeln mitzumachen. Das ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis mit dem Ziel, in einem vorgegebenen Zeitraum als Gruppe oder Einzelner möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen – um die individuellen und kommunalen CO2-Emissionen zu senken. Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen in ganz Deutschland können teilnehmen. Der Wettbewerbszeitraum beträgt 21 aufeinanderfolgende Tage zwischen dem 1. Mai und 30. September.

Nicht wegen des Gewinns – sondern für mich

Für mich bedeutet Stadtradeln aber vor allem eines: Motivation. Da man ja nicht als schlechteste Fahrerin im Team dastehen möchte, ist das für mich ein Ansporn, so viele Kilometer wie möglich zu fahren. Nicht weil man etwas gewinnen kann, sondern einfach für mich. Ich möchte mich jedes Jahr ein bisschen steigern.